Haväng – Ulf Pyk und seine Familie, Schottische Hochlandrinder

Das Familienunternehmen Pyk in Haväng

Seit 1979 beweidet das Familienunternehmen von Ulf Pyk mit Tierherden auf 800 Hektar »Haväng«, eine der letzten großen Sandsteppen in Schweden. Angefangen hat alles mit 400 Tieren, heute halten knapp 80 Schottische Hochlandrinder und Pferde sowie 1200 Schafe mit ihren Lämmern die heide- und steppenartigen Flächen offen. Das Fleisch der Tiere verkauft das Familienunternehmen über »Gröna Lammet«, eine Produzentenvereinigung für ökologisch produziertes Lammfleisch. Und die nächste Generation steht auch schon bereit: Ulfs Tochter Emelie Pyk und ihre Familie übernehmen das Unternehmen Schritt für Schritt. Die Zukunft von Haväng ist damit gesichert.

Havängs Entstehung

Entstanden ist die im bewaldeten Schweden ungewöhnlich offene Kulturlandschaft Haväng durch jahrhundertelange Beweidung. Weil die sandigen Böden hier an der Ostseeküste der Hanö-Bucht für konventionellen Ackerbau zu nährstoffarm sind, nutzten die Menschen an der Küste sie als Weidegründe für ihr Vieh. Der Wald wird zurückgedrängt, wärmeliebende Arten breiten sich auf Heide und Sandsteppe aus. Ganze Teppiche von Strand-Grasnelken bedecken die Erde. Sonst in Schweden seltene Arten wie der Sandthymian, der Sandtragant oder die Sandnelke wachsen hier. Die Tierherden teilen sich die offene Heide- und Steppenlandschaft für einige Wochen im Jahr mit dem schwedischen Militär: Auf einem Teil des Gebiets liegt das »Ravlunda Schießfeld«. Kommen die Soldaten, verlassen die Tiere für mehrere Tage die Weiden und kehren danach in die Natur zurück.

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