Juleboda – Sven-Erik Tenghagen, Aalfischer

Traditionelle Fischerei an Schwedens Ostseeküste

Noch vor hundert Jahren sicherte neben der Weidewirtschaft allein der Fischfang das Überleben der Menschen an Südschwedens Ostseeküste. Im Örtchen Juleboda, ganz in der Nähe von Kristianstad, ist Sven-Erik Tenghagen heute einer der letzten seiner Art. 2006 beschränkte Schweden die Aalfischerei auf ein Minimum, um die Bestände zu schonen: Von den 100 Fischern, die noch in den 1950er Jahren an der so genannten »Aalküste« arbeiteten, bleiben heute nur noch etwa sieben übrig.

Herausforderungen der Aalfischerei

Sven-Erik Tenghagen kauft von Kollegen wenige verbleibende Lizenzen auf. Er fischt jetzt nur noch 90 Tage im Jahr und verdient seinen Lebensunterhalt mit dem traditionellen Aalfestmahl, das er während der Saison wöchentlich in der 220 Jahre alten Fischerhütte, die er von seinem Vater erbte, ausrichtet. Seine Gäste sind fast ausschließlich Einheimische. Nur weil er seinen eigenen Fang auf diese Weise direkt verwertet, lohnt sich für ihn die Aalfischerei auch heute. Der Fischer Tenghagen wird damit ganz nebenbei zum Erhalter dieser alten Fischereikultur.